|
|
|
Wissenswertes
|
|
|
|
|
|
|
|
Das
Aussterben der Haie
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Jährlich werden über 100
Millionen Haie getötet. Teils wegen ihren Flossen für Haifischflossensuppe,
als Beifang in den bis zu 60 Kilometer langen Schleppnetzen riesiger Fischfangflotten,
für medizinisch völlig wirkungsloses Knorpelpulver oder durch die
Vernichtung ihrer Lebensräume.
Hai-Produkte finden sich oft an unerwarteten Orten wie in Restaurants, Imbissstuben
oder Supermärkten. Haifleisch wird auch unter diversen anderen Namen angeboten:
Schillerlocken, Kalbsfisch, Seeaal, Meeraal, falsche Jakobsmuscheln, Karbonadenfisch,
Seestör, Speckfisch, Königsaal, Steinlachs, falsches Krabbenfleisch
(Surimi) oder als Bestandteil von Fish & Chips. Auch der weltweit geschützte
und stark bedrohte Walhai wird im asiatischen Bereich (vor allem Taiwan und
Japan) trotzdem noch als Tofuhai weiter angeboten.
Nach den Briten konsumieren die Deutschen am meisten Dornhai. Aus den Bauchlappen
des Hais werden die sogenannten Schillerlocken hergestellt. Die Briten verwenden
den Dornhai dagegen für "Fish & Chips". Diese Haiart wird
stark überfischt und sein Bestand im Nordostatlantik ist in den letzten
40 Jahren um 90 Prozent zurückgegangen.
Hauptabnehmer von Haiflossen findet man hauptsächlich in fernöstlichen
Kulturen, in welchen Haiflossensuppe ein kulturelles Mahl darstellt. Bemerkenswert
ist die Tatsache, dass eine Haiflosse, die zu 90% aus Knorpel besteht, weitgehend
geschmacksneutral ist und erst nach tagelangem Aufkochen in einer Brühe
weich wird und den Geschmack der Brühe annimmt. Heute ist Haifischflossensuppe
nicht zuletzt wegen der in den letzten Jahren stark gestiegenen Preise ein Statussymbol
geworden.
|
|
|
Wir finden Hai-Produkte
in Hundefutter, Fischmehl und sogar in Düngemitteln. Aus Hai-Haut werden
auch Lederprodukte wie Geldbeutel, Schuhe oder Uhrenarmbänder produziert.
Hai-Leberöl ist häufig Bestandteil vom bekannten Lebertran. Im Gesundheitssektor
wird Hai-Knorpelpulver als fit machender Nahrungsmittelzusatz vermarktet, obwohl
Hai-Knorpel absolut keine fit machenden noch andere gesundheitsfördernde
Wirkstoffe enthält.
Höchst problematisch dagegen ist die Vermarktung von Hai-Knorpel als Anti-Krebs
Mittel. Eine im Dezember 2004 in "Cancer Research" erschienene Publikation
bestätigt, dass Hai-Knorpelpräparate bis heute absolut keine Wirkung
gegen Krebs zeigten.
Im Gelatine-Sektor (Nahrungsmittel/Pharma) hat Hai-Kollagen jedoch wenig Marktchancen,
obwohl speziell Spanien versucht, in den Markt mit Hai-Kollagen einzudringen.
Spanien, einer der Welt grössten Haiflossen-Produzenten, hat 2002
verboten nur die Flossen von Haien an Land zu bringen. Laut Gesetz müssen
jetzt die ganzen Hai-Körper an Land gebracht werden. Dies führt nun
lächerlicherweise dazu, dass aus den Körpern notgedrungen das völlig
wirkungslose Knorpelpulver hergestellt wird.
Im Kosmetiksektor wird aus Hai-Knorpel gewonnenes Kollagen für Anti-Faltencremes
und andere Präparate eingesetzt. Kollagen aus Haien ist BSE-frei und koscher,
was es für die arabischen und israelischen Märkte interessant macht.
(Quelle: Hai-Stiftung)
|
|
|
|
|
___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
|
|
|
|
|
Als Finning wird das grausame Abschneiden
der Flossen von Haien bezeichnet. Sehr oft leben die Haie dabei noch. Der Rumpf
des Hais (tot oder lebendig) wird dann als überflüssiger Ballast über
Bord geworfen. Die Haiflossen machen nur ca. 14% des Gesamtgewichtes eines Haies
aus, bringen aber auf dem internationalen Markt wesentlich mehr ein als Haifleisch.
Die Flossen werden ausschliesslich für Haifischflossensuppe verwendet.
Finning ist grausam aber lukrativ, in Asien werden für ein Kilo Haiflossen
im Schnitt über 100 US Dollar bezahlt.
Hongkong und das Festland China dominieren
zu 50% den weltweiten Haifischflossen-Markt.
|
|
|
Statistiken aus Taiwan, Singapur und
Hongkong deuten auf ein explosionsartiges
Wachstum des Handels mit Haiflossen
hin. Bereits 1999 wurden nach offiziellen
Angaben der Zollbehörden von
Hongkong 6954 Tonnen Haiflossen zum
Wiederexport freigegeben. Die Zahl
der heute exportierten Flossen dürfte
sich bereits um ein vielfaches erhöht
haben. Sie gehen vorwiegend nach Taiwan,
Singapur, Malaysia, Korea und China.
Taiwan rangiert auf Platz fünf
im weltweiten Haiflossenhandel. Es
unterhält die weltweit grösste
Fischereiflotte, die primär in
internationalen Gewässern fischt,
weit weg von den eigenen Hoheitsgewässern.
(Quelle: Hai-Stiftung)
|
|
|
|
|
___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
|
|
|
|
|
Die Hai-Bestände an der Ostküste
der USA sind in den letzten 15 Jahren massiv zurückgegangen. Die Zahl der
Hammerhaie sank um 89%, die der Fuchshaie um 80%, die der Weissen Haie um 79%.
Die Populationen der Makos, Blauhaie und Tigerhaie sanken um 40-65%. Die Bestände
der Sandbankhaie wurden in den letzten 10 Jahren durch Überfischung um
85-90% reduziert.
Kanadische Forscher melden einen Rückgang vom Ozeanischen Weissspitzenhai
um 99%. Sie wurden in gewissen Regionen schon beinahe ausgelöscht.
Haie werden nicht nur aktiv für ihr Fleisch, ihre Flossen oder Knorpel
befischt. Millionen Haie sterben als unverwertbarer Beifang in den Netzen und
Longlines der schwimmenden Fischfabriken.
|
|
|
Die Langleinen Fischerei
brachte 1991 weltweit 8,3 Millionen Haie ein. Es wird vermutet, dass etwa die
Hälfte davon Blauhaie waren. Von diesen 8,3 Millionen Haien wurden mehr
als 87% weggeworfen!
In den USA, entlang der Atlantikküste und des Golfs von Mexiko werden jährlich
ca. 2,5 Millionen Haie von Sportfischern (Hochseefischen) gefischt. Davon werden
ca. 20-40% (500'000 - 1'000'000 Haie) getötet.
Sämtliche Hai-Arten sind weltweit in ihrem Bestand massiv bedroht. Insgesamt
sind 82 Hai- und Rochenspezies auf der so genannten "Roten Liste"
der World Conservation Union eingetragen.
(Quelle: Hai-Stiftung)
|
|
|
|
|
___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
|
|
|
|
|
|
Jede Sekunde
werden 3 Haie durch Menschen getötet!
Seit Sie diese Seite betrachten sind das
clock2
getötete Haie!!
|
|
|
|
|
Haie können die Verluste, die sie in all
ihren Lebensräumen erfahren, nicht länger kompensieren. Viele Hai-Arten
sind bedroht, einige gelten bereits heute als biologisch ausgestorben!
Vor allem aus China, wo mit dem Einzug marktwirtschaftlichen Denkens der Bedarf
an Luxusgütern und Statussymbolen stark zugenommen hat, droht nun das endgültige
Aus für die Haie. Sollte die chinesische Wirtschaft und der damit verbundene
Wohlstand sich im gleichen Masse fortsetzen, so werden nach neuesten Studien
in ca. 5 Jahren etwa 250 Millionen Chinesen finanziell in der Lage sein, sich
in regelmässigen Abständen Haiflossensuppe zu leisten. Die Fischerei
und der weltweit operierende Haiflossenhandel rüstet sich bereits, um "fristgerecht"
liefern zu können. Dieser Zeitpunkt dürfte das ultimative Ende der
Haie darstellen!
Sicher ist es das Recht von jedermann zu essen was er will. Aber es ist auch
das Recht unserer nächsten Generation diese Tiere zu sehen und zu entdecken
wo sie hingehören und sie nicht nur aus Büchern oder vom Fernsehen
her zu kennen. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Schau nicht weg - mach etwas!!
|
|
|
|
|
|
|
|