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Wissenswertes

Lidl verzichtet auf Hai-Steaks
Erfolgreiche Proteste gegen Lidl
Der deutsche Discounter Lidl verzichtet nach dem Protest von diversen Tierschutz-Organisationen und tausenden von Privatpersonen auf den Verkauf von Haifisch-Steaks. Das Unternehmen teilte mit, dass es auch künftig keine Hai-Steaks mehr ins Sortiment aufnehmen wird.
Weiterhin werden aber jährlich Millionen von Haien wegen ihren Flossen oder für andere Verwendungszwecke abgeschlachtet. Besuchen Sie unsere Hai-Seite für mehr Informationen und was man selbst dagegen unternehmen kann!!
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Um was es ging
150.000 Haie in den Kühltheken von Lidl
Seit kurzem bietet der deutsche Discounter Lidl in allen deutschen Filialen Hai zum Dumping-Preis an: 880 Gramm Hai-Steaks kosten 4,49 Euro. Das Novum: Hai wird als Hai verkauft - und nicht unter einem Schein-Namen.

Bisher gab es Haifleisch in Deutschland nur unter Phantasienamen und in sehr kleinen Mengen zu kaufen. Dazu zählen Schillerlocken - die Bauchlappen des Dornhais - oder auch andere Haiprodukte unter Bezeichnungen wie Kalbsfisch, Königsaal, Seestör, Seeaal, Meeraal, falsche Jakobsmuscheln, Karbonadenfisch oder falsches Krabbenfleisch (Surimi).

Den Vorstoss des Neckarsulmer Discounters, Haifleisch nun unter seinem reellen Namen preisaggressiv und offensiv anzubieten, sieht die Haischutz-Organisation Sharkproject als Antwort auf die Verknappung von Speisefischen aufgrund der Überfischung der Weltmeere. "Haifleisch soll salonfähig gemacht werden", so die Organisation in einer Presseerklärung. Sie befürchtet weiter, die Lidl-Aktion könne die Nachfrage auf dem deutschen Markt nachhaltig ändern und so die Ausrottung der Haie weiter vorantreiben.
Lidl startet mit seinem Hai-Angebot eine neue Dimension der Haivernichtung. Rund 150.000 Blauhaie sind nötig, um den Bedarf der 2500 Filialen für eine Woche zu decken.

Weltweit werden heute zwischen 100 bis 200 Millionen Haie jährlich getötet. An erster Stelle der Ursachen ist sicherlich das Finning zu nennen, bei dem es nur um die Flossen der Tiere geht. Dicht gefolgt wird das Finning inzwischen von der zunehmenden Fleischvermarktung. Dies ist eine relativ junge Entwicklung, da Haifleisch meist als minderwertig erachtet wird und derzeit noch sehr preiswert im Grosshandel angeboten wird.

Auch der Tauchpionier Prof. Dr. Hans Hass hat sich mit einem persönlichen Brief an den Inhaber des Lidl-Konzerns gewandt und bittet ihn um den zukünftigen Verzicht auf Haiprodukte. Prof. Dr. Hans Hass wörtlich: "Ich appelliere hiermit an Sie als verantwortlichen Unternehmer. Aufgrund Ihrer Position können Sie entscheiden, Haie zum "Freiwild" zu machen und offensiv zur Ausrottung der Tiere beizutragen oder Sie können entscheiden, auf den Verkauf von Haiprodukten künftig zu verzichten. "Sie haben es in der Hand!"

Besuchen Sie unsere Hai-Seite für mehr Informationen zum Thema Haie

 
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