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Jeder kennt die zahlreichen Schlagzeilen über eine
Ölpest und ähnliche Katastrophen:
+++ Schiff mit Ölladung auseinandergebrochen +++
+++ Millionen von Litern Öl ins Meer ausgelaufen +++
+++ Ölteppich nur wenige Kilometer vor Küste entfernt +++
+++ Ausmass der Katastrophe nicht abzuschätzen +++
+++ Tausende Fische und Vögel verenden qualvoll +++
+++ Freiwillige im Kampf gegen das Verenden der Tiere +++
Die Meldungen kommen schon so regelmässig, dass man sie kaum mehr wahrnimmt.
Beinahe haben wir uns schon an diesen Zustand gewöhnt und nur wenn die Katastrophe
ein noch nie da gewesenes Ausmass annimmt, spitzen wir so langsam wieder die Ohren
und nehmen die Meldung wahr. Vielleicht beeindrucken uns auch noch Bilder von
Tieren, an denen das Öl wie die Pest klebt, die sich nicht mehr bewegen können
und dabei qualvoll zu Grunde gehen. Aber so bald die Meldungen nicht mehr in den
Nachrichten erscheinen, erscheinen sie auch nicht mehr in unserem Bewusstsein.
Ein Fünftel der Öltanker ist reif für den Schrott - eine Armada
schwimmender Zeitbomben. Namen wie Exxon Valdez oder Braer stehen als Synonym
für riesige Ölteppiche und verschmutzte Küsten. Wenn ein solches
Schiff eine Ölpest verursacht, versuchen freiwillige Helfer mit Schaufeln
und Gummistiefeln den erstickenden Schmierfilm zu beseitigen. Nur |
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wenige verölte Vögel und Robben überleben
die Waschprozedur und ein gesäuberter Strand sagt nichts über die
Belastung der Tiere mit etwa krebserregenden Kohlenwasserstoffen aus.
Es ist nicht die Schuld des Einzelnen, wenn verantwortungslose Firmen mit uralten
Kähnen auf den Meeren unterwegs sind und direkt
können wir auch nichts dagegen unternehmen. Doch auch hier können wir
indirekt Einfluss darauf nehmen: Einerseits können wir den Verbrauch der
Güter einschränken, also umweltbewusster leben. Andererseits können
wir bei den zahlreichen Umweltorganisationen Unterstützung leisten. Und natürlich
können wir uns auch einmal intensiv mit der Problematik beschäftigen
und auch andere Menschen darauf aufmerksam machen, etwas dagegen zu unternehmen.
Wenn du denkst, dass dich ölverklebte Tiere nichts angehen, so bedenke doch
einmal, wie es dir ergehen würde, wenn dein Haustier mit einem Eimer Öl
überschüttet würde. Jeder von uns würde dann alles tun, um
den Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen und würde alles daran setzen,
dass so etwas nie wieder passiert.
Wenn dieses Denken nicht nur bei den eigenen Angelegenheiten eingesetzt werden
würde, sondern global, könnte es der Welt respektive der Umwelt schon
viel besser ergehen und die Natur würde so erhalten bleiben, wie wir sie
ursprünglich einmal kennengelernt haben.
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