Jedes
Jahr werden auf den Meeren bis zu 39 Millionen
Tonnen Beifang tot und ungenutzt über
Bord geworfen. Unter Beifang versteht man
nicht geniessbare oder zu kleine Fische
sowie Schildkröten, Haie, Rochen, Seevögel,
Robben, Wale und Delfine.
Oft ist das Verhältnis zwischen dem
erwünschten Fisch und dem Beifang geradezu
absurd. So werden zum Beispiel für
1 Tonne Seezunge etwa 11 Tonnen Beifang
getötet und für 1 Tonne Garnelen
sterben bis zu 14 Tonnen Beifang.
Drei Viertel der weltweiten Bestände
an Fischen und Meeresfrüchten sind
bereits überfischt.
Wegen
ihren Flossen für Haifischflossensuppe,
als vermeintlicher Ersatz für Heilmittel
oder als Beifang in Schleppnetzen riesiger
Fischfangflotten, werden jährlich über
100 Millionen Haie getötet. Durch die
globale Verbreitung der Haie muss angenommen
werden, dass nach deren Ausrottung die Folgen
auch global auftreten werden. Ein teilweiser
oder vollkommener Kollaps der einzelnen
Nahrungsketten kann als Folge nicht ausgeschlossen
werden.
Das Meer ist eines der wichtigsten Ökosysteme
der Erde. Die Ozeane regulieren das Klima
und produzieren rund 70% des Sauerstoffs,
welchen wir zum leben benötigen.
Wir
haben das Meer nicht von unseren Vorfahren geerbt,
sondern von unseren Nachkommen geliehen.